
"Mit
seinem Auftritt sorgte Björn Kern für den einzigen echten
Moment der Unruhe beim wichtigsten deutschsprachigen Literaturpreis,
dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Die Jury gerät
in Aufruhr. Der Schock hat offensichtlich gesessen. Man greift sich
gegenseitig an.
Und wo der Autor schon alle Tabus und Grenzen überschritten hat,
geht er gleich noch einen Schritt weiter, mischt sich in die Kritikerrunde
ein und sagt: "Von Erzählperspektive habe ich vielleicht
keine Ahnung, von alten Menschen aber schon." Ein Zusammenprall:
Die Wut der Erfahrung trifft auf die schöngeistigen
Formvorstellungen des Literaturbetriebs."
BÜCHER

"Dieser
Roman ist großartig, weil Björn Kern auf übertriebene Effekte verzichtet."
WDR
"Grenzwertig
ist es, wie Kern Körpersäfte verspritzt und Schmerz und Siechtum als Schockeffekte einsetzt."
Der Tagesspiegel

"Das
Elend der Alten ... wird so überzeugend geschildert, dass man den Sterbehelfern nur recht geben kann."
Financial Times Deutschland
"Ohne ausdrücklich anzuklagen gelingt
ihm ein detailreiches Plädoyer gegen
das Geschäft mit dem Tod."
Westdeutsche Zeitung

"Es
ging um das Altern und den Tod, um den Prozess des Verfalls und seine
unschönen Randerscheinungen und um einen Pfleger, der sich über die Alten köstlich amüsiert."
Der Tagesspiegel
"Hier war denn auch eine der
wenigen Fehlleistungen der [Bachmannpreis-] Jury zu beklagen, die
nicht anerkennen konnte oder wollte, dass Kerns Text keineswegs
die Demenz seiner 97-jährigen Protagonistin der Lächerlichkeit
preisgibt, sondern sich ganz im Gegenteil
überaus respektvoll seinem Gegenstand nähert."
Focus.de

"Der
Autor versteht sein Handwerk, aber was dabei herauskommt, mag ich
nicht - das ist ein Erpressertext."
Ijoma Mangold
"Einer der wenigen Texte mit
einem gewissen Tempo - und prompt vermisste die [Bachmannpreis-] Jury
Mitleid ... und fühlte
sich gar erpresst von der Anschaulichkeit."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Hier
wollte niemand einen Bestseller für die eigene Karriere basteln.
Björn Kern hat selbst in einem psychiatrischen Pflegeheim gearbeitet
und konzentriert
sich in "Die Erlöser AG" auf das Leid kranker, alter,
hilfloser Menschen."
WDR

"Ich
glaube, genau das war es, was
für viele Rezensenten ein Problem ist: dass der Autor nicht eindeutig
Stellung bezieht, ... dass er mehr Fragen
aufwirft, als dass er Antworten gibt, aber vielleicht ist genau das
die einzig mögliche Haltung zu diesem Problem, zu dieser Fragestellung.
Er hat mich sehr berührt." (Alf Mentzer)
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